Hallo
Der Moment, wenn man draußen vor dem Zelt sitzt, der Kaffee langsam dampft und man einfach nur in die Landschaft starrt – das ist für mich die Magie am Draußensein. Ich hab irgendwann festgestellt, dass es gar nicht so sehr darum geht, wie wenig man mitnimmt, sondern was man mitnimmt. Eine Emailletasse gehört für mich genau in diese Kategorie: kein Luxus, aber ein Symbol für meine Auszeiten.
Einmal habe ich sie vergessen, und musste mir aus einem leeren Thunfischdöschen einen Becher improvisieren. Funktional? Vielleicht. Stimmig? Null. Seitdem hab ich so eine Tasse fest im Rucksack – nicht, weil ich ohne keinen Kaffee trinken könnte, sondern weil sie so etwas wie den Startknopf für meine Pausen darstellt. Manchmal braucht es genau solche kleinen Gegenstände, um sich draußen wie bei sich selbst zu fühlen. Das hat nichts mit Minimalismus zu tun – eher mit Ritual.
Vielleicht hilft es, sich beim Packen zu fragen: Was ist mein Startknopf? Was bringt mir Ruhe, auch wenn’s nur ein kleiner Gegenstand ist?